Empfehlungen

10. März 2010

Prüfungs- und krankheitsbedingt war hier und auf Twitter in letzter Zeit nichts von mir zu hören. Das wird möglicherweise auch noch etwas dauern. Geplant habe ich bereits über meine Prüfungsthemen bei “Highlights der Theoretischen Informatik” zu bloggen, das brauch aber noch etwas. In der Zwischenzeit möchte ich aber zwei Empfehlungen loswerden, die viele von euch bestimmt schon kennen. Bei Gelegenheit erweitere ich die noch kurze Liste.

1 – Volker Pispers

Volker Pispers (Homepage, Wikipedia) macht politisches Kabarett von aller bester Güte. Was er sagt ist lustig und vor allem Intelligent. Er äußert sich zu vielen sozialpolitischen Themen detailliert und der schwarze Humor geht insbesondere zu Lasten von Banken (Finanzkrise), USA (Kriege) und CDU/CSU (Spendenaffäre, Merkel, etc). Ich mag Volker Pispers insbesondere deswegen Empfehlen, weil es für mich auch eine intensivere Beschäftigung mit der Politik nach sich gezogen hat. Aber genug der Worte, einfach mal selbst rein schauen: Youtube (insbesondere das Programm “bis neulich” ist sehr zu empfehlen).

2 – blog.fefe.de

“Die Bildzeitung für Nerds” – Felix von Leitners Blog bringt nahezu täglich rund Zehn, meist kurze Beiträge zum aktuellen Geschehen. Fefe berichtet sarkstisch von politischen und gesellschaftlichen Debakeln, Betrügereien und Korruptionen. Häufige Themen sind Verbrechen von Geheimdiensten, Finanz-Skandalen, widerliches Verhalten von Parteien und deren Funktionären, … Ich kann fefes Blog nur Empfehlen, wobei einem manchmal ganz anders wird, wenn man dank ihm mitbekommen was alles für ein Unsinn (oder schlimmer: Böswilligkeiten) in der Welt passieren.

Für diejenigen, die fefe schon kennen ist zudem dieses 40minütige TV-Interview interessant. Hier sagt fefe im übigen, dass er hin und wieder absichtlich Falschmeldungen bringt, um die Medienkompetenz seiner Leser zu erhöhen. Man solle ihm nicht alles glauben sondern selber recherchieren. Wer dann immer noch nicht genug hat, dem sei fefes “Fnord News Show” auf dem Chaos Communication Congress empfohlen (neben weiteren: 25c3, 26c3)

Weitere Trivia: Mein liebstes CSS-Theme (so gehts wieder weg). Außerdem kennen die Hörer von Schweiggerts “Systemnahe Software” die Bibliothek libowfat, deren Autor fefe ist.

… to be continiued

Hinterher kann man alles “beweisen”

12. Februar 2010

Heute in der Tutorenbesprechung der Programierstarthilfe haben wir darüber diskutiert, was man den Aussagen kann, je nach dem wie PSH-Besucher abschneiden bei der PI-Klausur. Rausgekommen ist bei der Überlegung folgendes Bild:

Trauerrede “Der unbekannte Tutor”

09. Februar 2010

Wie stk bereits berichtete, veranstalteten die Informatikstudenten der Uni Ulm am Dies Academicus eine Trauerfeier (Bild) anlässlich der gestrichenen Tutorenstellen. Hier die Trauerrede, die mir ausgesprochen gut gefallen hat:

Wir sind bestürzt über den viel zu frühen, unnötigen und sinnlosen Verlust unserer 30 unbekannten Tutorinnen und Tutoren.

Sie sind die Opfer einer Verwaltung, der das Denken in festen Budgettöpfen wichtiger zu sein scheint als die optimale Versorgung ihrer Studierenden. Sie sind Opfer eines Landes, das seine wichtigsten “Rohstoffe”, nämlich Bildung und Wissen, so wenig schätzt, dass es die Universitäten als Quelle dieser Ressourcen nicht mehr ausreichend finanziell würdigt, und stattdessen wortlos auf die eingeführten Studiengebühren verweist — wohl wissend, dass diese schon längst nicht mehr nur ihrem gesetzlich vorgeschriebenem Zweck, der Verbesserung der Lehre, dienen, sondern zu einem nicht unwesentlichen Teil zur Erhaltung des Status Quo VOR ihrer Einführung beitragen müssen. Und sie sind die Opfer eines Kuhhandels, mit dessen Hilfe die Studiengebühren einmal mehr nicht nur zu ihrem verbrieften Zweck, sondern als Lückenfüller, unter anderem für ausufernde Energiekosten eingesetzt werden.

Aus diesem Grund trauern wir heute auch um all die Studiengebühren, die in schwarzen Löchern verschwinden: In den Kaminen der Universität, und im ominösen Ausfallfonds, dessen Aufbau und Verwendungszweck nicht einmal, wie im Landeshochschulgebührengesetz gefordert, der studentischen Prüfung unterworfen wird.

Unsere Tutoren, und auch unsere zweckentfremdeten Studiengebühren, ohne die unsere Grundversorgung wohl gar nicht mehr möglich wäre, sind auch Opfer eines Verwaltungssystems, in dem jede Instanz die Verantwortung von sich weist und auf andere zeigt. Und so müssen wir uns fragen: Wenn niemand verantwortlich ist — ist dann das hier einfach Vorsehung? Teil eines größeren Planes? Oder, schlicht und einfach, verantwortungslosigkeit?

Diese Fragen bringen unsere Tutoren für das Sommersemester nicht mehr zurück. Wenn wir uns ihnen stellen, gewinnen wir aber vielleicht ein wenig Ehrlichkeit und Verantwortung zurück.

Soziale Verpflichtung

02. Februar 2010

Hilfskräfte gestrichen

Über die Einsparungen an den Informatik-Hilfskräften an der Uni Ulm wurde ja von stk schon ausführlich berichtet und auch die Fachschaft Informatik hat sich geäußert. Die Fachschaft Informatik wollte nicht vor die Entscheidung zwischen Pest und Cholera gestellt werden und sprach sich daher sowohl gegen weniger Hiwi-Stellen als auch gegen eine Gehaltskürzung aus.

Und auch im SenA Lehre wurde darüber diskutiert. Es wird hierbei immer wieder erwähnt, wie all das finanziell funktioniert und dass wegen der Geschwisterregelung und der schon länger bestehenden Kürzung der Hilfskraftmittel durch das Präsidium einfach insbesondere dieses mal trotz Sparmaßnamen zu wenig Geld da war. Irgendwo müsse man dann Einsparungen machen, insbesondere wenn im wesentlichen nur noch vier andere Posten (Programmierstarthilfe, IEEE&ACM Papers, Skriptendruck, Tutorenschulung) überhaupt aus Studiengebühren finanziert werden, so der Studiendekan.

Problemhergang verständich, Bürokratiedenken trotzdem falsch

Und ich verstehe den Problemhergang und die Haltung der Beteiligten. Die Argumentationen wie oben und weitere in diese Richtung gehenden sind nachvollziehbar. Aber hier wird viel zu sehr innerhalb der Bürokratiekonstrukte gedacht. Mein Standpunkt lautet statt dessen wie folgt:

Solange die Uni nicht komplett als ganzes Pleite ist, darf so etwas nicht passieren. Wenn die internen Geldvergabemethodiken eine solche Situation produzieren, solange noch irgendwo Geld im System ist, dann sind die Methoden fehlerhaft. Und es ist noch Geld da, etwa Restmittel der fakultätsübergreifende Studiengebühren, wo erst unlängst über 20 Anträge genehmigt worden sind; Präsidiumstöpfe für außergewöhnliche Maßnahmen und Berufungen; Nicht verbrauchte Studiengebühren anderer Fakultäten; Institutsmittel; Nicht besetzte Stellen; u.s.w.

Schon von der Lehre her ist das untragbar – aber auch im sozialen Sinne.

“Betriebsbedingte Nicht-Wiedereinstellung”

Denn Hilfskraftstellen zu streichen kommt oft einer Entlassung gleich. Vielen Hilfskräften waren die Stellen schon fest zugesagt. Viele müssen hiervon Miete und Studiengebühren zahlen. Es gibt eine soziale Verpflichtung, sich nach allen Kräften um die Aufrechterhaltung dieser Stellen zu bemühen.

Und nur deshalb, weil die Verträge für jedes Semester (verständlicherweise) neu abgeschlossen werden, geht das ja überhaupt. Sonst wären wir bald schon bei Arbeitsrechtsfragen – und moralisch sind wir das schon. Kündigungsschutz gibt es nicht ohne Grund. Das hier mit den Hilfskräften ist eine betriebsbedingte Kündigung Nicht-Wiedereinstellung. Und das ist nicht ok.

Ich würde mir wünschen, dass das auch bei den Verantwortlichen so gesehen würde. Selbstverständlich bemühen sich die Beteiligten um eine Lösung, und vielleicht wirds schon zum Sommersemester hin besser. Aber es wird an der Zeit, dass die Verantwortlichen die Bürokratie außen vor lassen und Lösungen produzieren.

Gleichförmige Absolventen

31. Januar 2010

Ausgehend vom letzten Artikel schöner, zielstrebiger und effizienter hab ich mir noch ein paar Gedanken gemacht. Die Vorstellung, dass die gleichförmigen Absolventen gewünscht sein könnten, weil einfach zu ersetzen, lässt mich nicht los. Ich stells mir so vor:

***

Mitte Mai, 2018:

*tut*, *tut* “Ja hallo? Hier WeTradeAcademics AG Reklamationsabteilung, Sie sprechen mit Frau Müller. Was kann ich für Sie tun?”

“Hier spricht Herr Freiheit, von Semins-Nakia-Communications, Abteilungsleiter Projekt Sauberes-Netz. Ich möchte einen Mitarbeiter reklamieren.”

Frau Müller: “Gerne. Nennen Sie mir doch bitte die Mitarbeiternummer und den Grund der Reklamation.”

Herr Freiheit: “Die Mitarbeiternummer lautet 1984/451/000042. Der Name des Mitarbeiters ist Udo Fügsam. Herr Fügsam weigerte sich am Projekt Sauberes-Netz weiter teilzunehmen und beschimpfte es Unternehmensintern als Zensur. Dabei wissen doch alle, Filtern ist Freiheit.”

Frau Müller: *tipp, tipp tipp* “Oh, das tut mir leid. Wir werden den Schaden natürlich ersetzen. Ich sehe hier, U. Fügsam entspricht der Qualifikationsklasse 7b/3F8. Darf ich Herrn Fügsam für Sie durch einen anderen Mitarbeiter dieser Qualifikationsklasse austauschen?”

Herr Freiheit: “Ja gerne. Sie können Herrn Fügsam in unserer Hauptniederlassung Deutschland bei den Gefängnissen des Werkschutzes abholen. Die Rechnung über die entstandenen Kosten schicke ich Ihnen zu.”

Frau Müller: “Wunderbar, dann machen wir es so. Kann ich sonst noch etwas für Sie tun?”

Herr Freiheit: “Ja, bitte tun Sie mir den Gefallen uns sorgen sie dafür, dass Herr Fügsam nicht mehr mit uns oder Partnerunternehmen zusammenarbeiten wird”

Frau Müller: “Selbstverständlich, seine Arbeitserlaubnis wurde bereits aufgehoben. Wir werden auch das Scoring seiner Freunde und Verwandten entsprechend anpassen”

Herr Freiheit: “Vielen herzlichen Dank, das wäre dann alles”

Frau Müller: “Danke, dass Sie WeTradeAcademics AG vertrauen.”

*klick*

Schöner, zielstrebiger und effizienter

26. Januar 2010

Nachfolgender Text ist auf der aktuellen Gerüchteküche der StuVe. Die Idee kam von mir, allerdings bin ich nicht der Autor dieses überaus genialen Textes, den ich auf diese Weise noch etwas mehr verbreiten möchte.

* * *

Schöner, zielstrebiger und effizienter

Akademische Zukunftsvisionen, ein Gespräch mit dem frei erfundenen Herrn U. Freundlich

Die Gerüchtekücheredaktion hat für diesen Beitrag zur Entwicklung des Bachelorabschlusses auf den Arbeitsmarkt ein Interview mit dem frei erfundenen Herrn U. Freundlich, dem Personalchef Deutschlands größter, aber ebenfalls frei erfundenen Arbeitsvermittlungsagentur für Akademiker “WeTradeAcademics AG” geführt. Die WeTradeAcademics AG vermittelt Arbeitnehmer in Gesamtarbeitskraft von 118 Mrd. € und macht damit einen Anteil von 5 % des Bruttoinlandsproduktes aus. Themen des Gesprächs waren die Einstellungsvoraussetzungen für Bachelor und die Frage, ob sich der Bolognaprozess positiv auf die Vermittlungsaussichten von Akademikern auswirkt.

Gerüchteküche: Lieber Herr Freundlich, vielen Dank erst einmal, dass Sie so kurzfristig noch Zeit für uns finden konnten. Wir wollen heute mit Ihnen über das Bachelor/Master-System sprechen. Man sagt, die neuen Abschlüsse, vor allem der Bachelor, seien bei den einstellenden Betrieben sehr schlecht angesehen. Wie sehen Sie das?

U. Freundlich: Ganz und gar anders. Sehen wir der Realität ruhig ins Gesicht, es findet mit dem Bachelor-System auch eine Änderung des Arbeitsmarktes statt. Und selbst wenn heute noch manche Betriebe altertümliche Abschlüsse aus verrostet traditioneller Einstellung bevorzugen, wird ihnen bald nichts anderes mehr übrig bleiben, als Bachelor- und Master-Studierenden einzustellen. Und das ist auch gut so! Schon jetzt sind viele unserer Kooperationsunternehmen von unseren qualifizierten Bachelorangeboten überzeugt.

Gerüchteküche: Was sind denn Ihres Erachtens die Kernmerkmale, die einen guten Bachelorabsolventen ausmachen?

U. Freundlich: Das ist vor allem eine hohe Flexibilität. Unsere Angestellten müssen in der Lage sein, die im Studium gelernten Konzepte schnell und fehlerfrei auf realistische Arbeitssituationen und Projekte übertragen können. Leute die universell und über die geforderte Anwendung hinaus denken, werden bei uns nicht gesucht. Das mag vielleicht für den ohnehin überschwemmten Arbeitsmarkt von Führungskräften interessant sein, ist für 85% der deutschen Arbeitnehmer aber einstellungshindernd.

Gerüchteküche: Aber ist es nicht so, dass durch die Verkürzung des Studiengangs für einen Bachelorabschluss viele Themenkomplexe nur unzureichend gelehrt werden konnten?

U. Freundlich: Nein. Dadurch fallen nur die für die Realität am Arbeitsmarkt ohnehin unnötigen Spezialisierungen auf irrelevante Teilbereiche weg. Man kann geradezu behaupten, dass die Studienverkürzung die Absolventen dynamischer und jünger werden lässt. Der angenehme Nebeneffekt: Die Absolventen haben weniger fest geprägte Ideologien und passen sich daher besser den einstellenden Unternehmen an.

Gerüchteküche: Aber sollte nicht das Studium als eigenständiger Lebensabschnitt aufgefasst werden und damit zur Persönlichkeitsbildung und -entfaltung beitragen?

U. Freundlich: Man merkt, dass Sie Diplom-Studenten sind! Das Studium als vollständigen Lebensabschnitt zu sehen führt zu extrem verlängerten Studienzeiten, in denen Sie der Gesellschaft nur Kosten produzieren und für den modernen Arbeitsmarkt überaltern. Prozesse wie Persönlichkeitsbildung oder langfristige Bindungen, wie z.B. Ehe, Familie, Kinder etc., gehören heutzutage nicht mehr in ein effizientes Studium. Das sieht man auch an den Zielen der Bolognareform: Wir brauchen flexible, zielstrebige, zügig studierende, junge Arbeitnehmer und keine von Müßiggang geprägten Langzeitstudenten. Für Persönlichkeitsbildung und die anderen Sachen haben Sie auch später noch Zeit.

Gerüchteküche: Wollen Sie damit sagen, Ehe und Familie gehören ins Berufsleben?

U. Freundlich: Sicherlich nicht an den Anfang eines erfolgreichen Berufseinstiegs. Die ersten 10, 15 Jahre sollten Sie ungebunden, mobil und global einsetzbar bleiben, wenn Sie etwas werden wollen. Wenn Sie stattdessen lieber heiraten und Kinder wollen, warum haben Sie denn dann 3 Jahre lang studiert?

Gerüchteküche: Viele Bachelorstudenten brauchen sogar länger als die vorgesehenen 3 Jahre. Wirkt sich das negativ auf die Einstellungsvoraussetzungen aus?

U. Freundlich: Selbstverständlich. Wir haben da ein Einstellungsrating nach dem die Absolventen bei uns zur weiteren Verwendung eingestuft werden. Ein abgeschlossener Bachelorabschluss bringt beispielsweise 10 Punkte, aber für jedes Semester über der Regelstudienzeit 2 Punkte Abzug.

Gerüchteküche: Und was ist mit Auslandssemestern, bei denen man bekanntlich meist 1 bis 2 Semestern im Studienplan in Verzug gerät?

U. Freundlich: Das bietet sich nur an, wenn es sich für unsere Partnerunternehmen in der Konstellation sinnvoll erweist. Für ein Unternehmen, dass beispielsweise gar nicht im spanischsprachigen Raum tätig ist, ist Ihr “Spanienurlaub” natürlich vollständig verschwendete Zeit.

Gerüchteküche: Und was ist mit ehrenamtlichen und sozialen Engagement?

U. Freundlich: Was Sie in Ihrer Freizeit tun, bleibt natürlich Ihnen überlassen, solange Ihr Studienerfolg und später Ihre Arbeitsleitung nicht darunter leiden.

Gerüchteküche: Sind Sie nicht der Auffassung, dass sich in solchen Freizeitaktivitäten auch berufsqualifizierende Fähigkeiten lernen lassen, wie z.B. Projektmanagement, soziale Kompetenzen, Teamfähigkeit usw.?

U. Freundlich: Solche individuell entwickelten Fähigkeiten sind gerade der Teamarbeit oftmals hinderlich, da hier unterschiedliche Voraussetzungen bei den Absolventen vorliegen und persönliche Einflüsse in Projekte eingehen. Das macht die Arbeitnehmer schwerer zu ersetzen und daher kostspieliger und schwieriger zu vermitteln. Außerdem müssen Sie doch zugeben, dass ehrenamtlich betätigte Studierende die ersten sind, die mit Spruchbändern bewaffnet und Parolen skandierend eine effiziente Abwicklung des Studiums verhindern. Man erinnere sich nur an Wien.

Gerüchteküche: Wir würden an dieser Stelle gerne darauf hinweisen, dass Protestaktionen und ehrenamtliches Engagement nicht unbedingt das Gleiche sind. Gerade beim Bildungsstreik und den Protesten in Wien sollte ja auf Defizite in der Umsetzung der Bolognareform hingewiesen werden. Sehen Sie denn hier keine Umsetzungsprobleme der Reform?

U. Freundlich: Natürlich gibt es noch Nachbesserungsbedarf. Zum Beispiel haben wir bei den additiven Schlüsselqualifikationen zu hohe individuelle Wahlmöglichkeiten. Das schränkt die uniforme Entwicklung der Absolventen ein. Bei den gradlinigen, zielstrebigen Studienplänen und Modulhandbüchern wurde hier schon gut vorgelegt. Wir fordern die Politik auf, auch bei Wahlpflichtmodulen entsprechend nachzubessern, damit die Absolventen gleiche Voraussetzungen auf dem Arbeitsmarkt haben.

Gerüchteküche: Vielfach wird auch der gestiegene Stress der Studiums als Kritikpunkt angeführt…

U. Freundlich: Das Studium effizienter und stressiger zu gestalten, ist aber nur sinnvoll und dem Arbeitsumfeld angemessen. So können wir schon an den Studienleistungen die hinreichende Stressresistenz der Bewerber ablesen. Wer sich dem Stress im Studium nicht gewachsen fühlt, der braucht sich gar nicht erst dem Arbeitsmarkt zu stellen. Denn seien wir mal ehrlich: Das Studium ist doch überwiegend durch Partys und diverse dubiose Freizeitveranstaltungen geprägt.

Gerüchteküche: Mit Ihren Aussichten zeichnen Sie ein Zukunftsbild ähnlich der “schönen neuen Welt”.

U. Freundlich: So, wie ich mir das vorstelle, wird unsere Welt tatsächlich schöner, zielstrebiger und effizienter.

Gerüchteküche: Vielen Dank für das Interview, Herr Freundlich.

Das Interview führten Finn und Bene

Buchempfehlung: Scott McBain – Der Mastercode

26. Dezember 2009

Scott McBains “Der Mastercode” ist mir eine Empfehlung wert: Es handelt sich um eine Dystopie. Im Jahr 2020 legt die Welt nur noch Augenmerk auf die kommerziellen Aspekte, der Mensch wird zur Ware und mittels Kreditratings (A1 bis A9) klassifiziert. Über alles wacht ein mächtiges Computernetzwerk “Mother”. Terroristen sind all diejenigen, die gegen das System sind.

Ich glaube man kann über das Buch sehr geteilter Meinung sein – siehe hier auch unbedingt die Amazon-Rezensionen. Ich mag es sehr, weil es eine leichtgewichtige Kopie einer Orwell’schen Welt des Computerzeitalters darstellt und hierbei sehr angenehm zu lesen ist.

“Der Mastercode” auf Amazon

20% Ergebnis – 80% wieder machen wollen

23. Dezember 2009

Unter dieses Motto könnte man mein Verständnis von ehrenamtlicher Arbeit stellen. Ich habe in der letzten Zeit öfters Diskussionen geführt, wie denn Gremien, Fachschaftsarbeit, Hochschulgruppen, Uni-Partys, you name it,… im ehrenamtlichen Bereich organisiert gehören. Vielfach wurde geäußert, dass lange Diskussionen total ineffizient sind und man das am besten hierarchisch organisiere sollte. Ich möchte in diesem Artikel darauf eingehen, warum diese Diskussionen in den Gruppierungen so nötig sind und warum gerade die Universität der richtige Ort hierfür ist.

Lange Diskussionen ums Prinzip und Ideologien

Zum Beispiel in der Studierendenvertretung (StuVe) der Uni Ulm wird auf den mindestens monatlichen Treffen gerne mal von 18:30 bis 1 Uhr Nachts diskutiert. Ob dabei was rauskommt hängt von viele Faktoren ab. Da die Themen aber oft die Selbstverwaltung betreffen oder die Voraussetzungen schaffen, damit andere wiederum Projekte mit tatsächlichem “Outcome” machen können, sind die Diskussionen oft trocken, es geht oft schlicht ums Prinzip und Ideologien.

Wenn man das jemandem erzählt, ist die normale Reaktion ein Äquivalent des Hände-über-dem-Kopf-Zusammenschlagens. Nicht anders ist es in der Fachschaft Informatik, deren wöchentliche Sitzungen selten unter zwei Stunden dauern. Und nicht selten hat man – wie auch in der StuVe – das Gefühl, alleine hätte mans in 20% der Zeit  hinbekommen – vielleicht sogar besser.

Nach dieser Beschreibung müsste das Fazit ja nun heißen: Diskussionen abschaffen oder weitmöglichst einschränken. Besser mal machen als dauernd reden. Am besten noch gekrönt mit “In der Industrie sagt schließlich auch einer wo es lang geht”. Und dort sind wir auch schon beim relevanten Unterschied: Wir sind nicht die Industrie. Wir werden nicht bezahlt und unsere Existenz ist nicht ausschließlich darin begründet, am Ende der Wertschöpfungskette ein maximal marktoptimiertes Produkt zu haben. Auch nicht ansatzweise.

Ergebnisse sind wichtig, es muss aber auch noch jemand machen wollen

Bevor wir uns missverstehen, eines vorweg: Das was bei der ganzen Mühe, die sich die ehrenamtlich Engagierten machen auch was rauskommen soll, ist ganz klar. Schließlich arbeitet niemand nur dafür, dass er am Abend müde ist, und wer andauernd sieht, dass seine Arbeit keine Früchte trägt, wird sich alsbald eine neue Beschäftigung suchen.

Wichtiger aber als das konkrete Einzelergebnis ist meines Erachtens jedoch das Gefühl, dass die jeweiligen Gruppierungsmitglieder beim Prozess des Ergebnisse Schaffens mitnehmen. Das klingt nun hochtrabender als es eigentlich ist. Man muss lediglich bedenken, dass die ganzen Ehrenamtlichen aus Fachschaften, StuVe, Hochschulgruppen, etc… ihre Freizeit – meist die Abenden an denen andere Studenten auf dem Weihnachtsmarkt Glühweintrinken sind – aufwenden um eben diese Ergebnisse in den jeweiligen Sitzungen zu schaffen. Wenn nun diese Ergebnisse auf eine Art und Weise geschaffen werden, dass sich viele Sitzungsteilnehmer übergangen oder ungehört fühlen, sie unzufrieden sind, dann hat man oft trotz eventuell guten Ergebnissen nichts gewonnen. Denn: Es reicht nicht aus, ein Ergebnis zu haben, man muss es auch umsetzten.

Viele der Themen etwa in StuVe und Fachschaften können oder sollen nicht von einem Studenten allein umgesetzt werden, man denke etwa an Uni-Gremien (Studienkommissionen, …)  in denen man tunlichst geschlossen auftreten sollte oder an Projekte, die auf lange Zeit betreut werden müssen und viel Arbeit sind. Da hilft es dann auch nicht mehr, dass sich die Sitzungsteilnehmer gerne engagieren. Wer gefrusstet ist, trägt die Ergebnisse nicht aktiv mit.

Auch schon die schwächere Form ist schädlich: Wenn ein Gruppierungsmitglied nicht in die Entscheidungsfindung mit einbezogen wird, wird es oft auch nicht die eventuelle Wichtigkeit des Themas erkennen. Und da sich die wenigsten Menschen aus Langeweile stets neue Aufgaben suchen, die andere schon bearbeiten, wird sich dieses Gruppenmitglied das Thema für gewöhnlich nicht zu eigen machen.

Es hilft meist also nichts, wenn man versucht die Ergebnisse irgendwie in der Sitzung durchzudrücken. Dann gibt es zwar den einen, der das Ergebnis haben wollte, an diesem bleibt dann aber die Arbeit kleben. Und wenn dieser eine das “nur mal Anschieben” wollte, auf dass es dann von der Gruppierung übernommen und getragen werden soll, so fährt das Ergebnis munter gegen die Wand und entwickelt sich zum Frustrations-Bumerang.

Und auch hier machts wieder die Menge: Kommt es öfters vor, dass die meisten Mitglieder sehr unzufrieden sind und im Gegenzug die Arbeit zum Privatprojekt einzelner Mitglieder wird, dann schadet das der Gruppierung und somit natürlich auch ihren Zielen. Um das zu vermeiden muss man die Diskussionen eben akzeptieren. Eine gute Moderation kann die Diskussionen zwar effizienter und angenehmer gestalten – über Bord werfen kann man die Diskussionen aber nicht.

Wir sind eben keine Firma. Es gibt im normalfall keinen Chef und selbst wenn es den gäbe kann der nicht eben jemanden zum Arbeiten verdonnern. Ergebnisse sind wichtig, es muss aber auch noch jemand machen wollen.

Das dynamische Gleichgewicht

Der Leser dieses Artikels wird sich nun wohl denken, dass es zwar schon Fälle geben kann wo das von mir skizzierte zutrifft, aber es gibt ja auch dutzende Gegenbeispiele, wo es auch ohne viel Gerede funktioniert. Zweifelsohne, das ist richtig.

Und um das oben skizzierte Bild von StuVe und Fachschaft Informatik wieder in ein etwas besseres Bild zu rücken: Konkrete Projekte werden oft auch ganz unkompliziert gelöst. Beispiel “Profabendessen” (Abendessen für Professoren und Informatik-Erstsemestler zum Kennenlernen): Hier wird nicht diskutiert. Dem Zuständigen wird gesagt, was er wissen muss und wo er Hilfe bekommt und darf darauf hin fröhlich und eigenständig ans Werk gehen. Funktioniert sehr gut.

Dies ist aber kein Widerspruch zum oben Dargelegten. Es wird schließlich auch nicht des Diskutierens wegen selbst diskutiert in den Gruppierungen, sondern weil ein Mitglied eben zu einem Aspekt etwas auf dem Herzen hat, was von konzeptioneller Natur ist. Um konkrete Projekte hingegen umzusetzen brauch man keine Sitzungen, sofern man das Projekt denn schon beschlossen hat. Hier trifft man sich unbürokratisch oder macht die Dinge per Mail aus.

Und wie es nun die beiden verschiedenen Fälle gibt, so gibt es auch alle Arten von Mischformen. Und für jede Gruppierung und jede Tätigkeit wird sich ganz automatisch ein dynamisches Gleichgewicht ergeben. Umso grundsätzlicher Themen sind, umso eher wird darüber Diskutiert und umso konkreter Projekte sind, umso eher wird umgesetzt und sich an den Früchten der Arbeit erfreut. Es macht eben einen Unterschied, ob in der StuVe diskutiert wird, was das Selbstverständnis sei oder ob man beispielsweise eine verfasste Studierendenschaft gutheißt (Ergebnis: Ja), oder ob sich hingegen die Bier-Orgs einer Uniparty mal eben zu zweit oder zu dritt überlegen, was für Biersorten den toll wären.

“Und wo liegt nun die Erkenntnis?”, könnte man fragen. Nun, eigentlich sollte es selbstverständlich sein, das verschiedene Arten von Gruppierungen und Themen verschieden Herangehensweisen benötigen. Das scheinen mir aber viele Menschen gerne zu vergessen, wenn es dann plötzlich zu einem Thema kommt, bei welchen es für andere auf einmal einen hohen Diskussionsbedarf gibt. Es ist selbstverständlich in Ordnung, von für einen persönlich uninteressanten oder zu langen Diskussionen genervt zu sein. Man kann auch soweit gehen und sagen “Das ist nichts für mich, ich mach nur die konkreten Sachen”. Aber es ist meines Erachtens naiv zu glauben, dass man die Diskussionen einfach weglassen könnte.

Zwischenfazit

Diskussionen sind meines Erachtens ein nötiges Mittel, damit nicht nur Ergebnisse am Ende dastehen sondern auch Menschen die sich mit den Ergebnissen identifizieren können, sie umsetzen wollen und getreu der Überschrift auch das nächste mal wieder mitmachen. Hinzu kommt, dass meine Gremienerfahrung bisher zeigte: Viele Ergebnisse sind vergänglich, eine schlechte Gruppendynamik schadet immens viel mehr als verpasste Gelegenheiten. Daher die Aufteilung 20/80.

Lebensraum Universität – Ort der politischen Bildung

Es gibt aber auch noch einen weiteren, etwas ideologischeren Grund wieso ich persönlich gerne bereit bin die unzählichen Gremiendiskussionen mitzumachen:

Die Universität ist ein Lebensraum. Es sollte hier nicht um Durchreise vom Abitur zu einem Job gehen, sondern die Universität ist ein eigener Lebensabschnitt für einen Studenten – jedenfalls meiner Meinung nach. Gerade in der heutigen Leistungsgesellschaft mit Bachelor/Master sehen sich die Studenten leider oft schon in ihren späteren Jobs (oder unkonkreter: zumindest mit Abschluss irgendwo anders als in der Uni). Und auch wenn man natürlich gerne mehr als 6 Semester Bachelorstudent sein darf, nimmt sich jeder Ersti natürlich dennoch vor in 6 Semester fertig zu sein. In Kombination mit dem Prüfungs-Staccato hat die Uni dann den geistigen Lebensabschnitts-Faktor einer Bahnhofshalle. Und wer will schon Mühe aufwenden um Verbesserungen im nächstgelegenen Bahnhof durchzusetzen?

Und dieser Lebensraum, den die Uni darstellen sollte, hat auch eine Aufgabe: Er dient der Ausbildung der Studenten zu vollwertigen Menschen. Und das geht über die Akademische Ausbildung hinaus. Via stk wurde ich auf folgendes Zitat aufmerksam gemacht, dass den Sachverhalt wohl am besten beschreibt:

“An der Universität darf und soll ALLES in Frage gestellt werden dürfen. Das hat nichts mit einer geschützten Werkstatt zu tun, wie möglicherweise einige einwenden werden. Die Universität ist der Ort, an dem Werte, Visionen, Selbstbilder der Gesellschaft erschaffen und wieder zertrümmert werden. Es ist folglich die Aufgabe der Universität ihre Studenten zu nervigen, aufmüpfigen, kritischen Mitmenschen zu erziehen, [...](Dorian Gray, Quelle, Dorian Gray erörtert weiter, dass diese Mitmenschen sogar nicht einmal vor illegalen Methoden (i.e. Hörsaalbesetzungen) zurückschrecken sollen)

Die Universität ist eine Spielwiese der menschlichen Gesellschaft. Wo, wenn nicht hier ist der richtige Ort um Alternativen zu den üblichen Verhaltensweisen, etwa die aus der Industrie, zu erproben. An dieser Stelle mag ich zudem fefe zitieren, welcher über Basisdemokratie schrieb:

“Jeder sollte, bevor er sich für oder gegen Basisdemokratie entscheidet, durch ein paar Jahre AStA-Abstimmungen und -Debatten durch.” (Felix von Leitner, Quelle)

Ich halte die Universität hier für unersetzlich, was die Möglichkeit anbelangt, eben solche Konzepte aus erster Hand zu erfahren und sich selbst eine fundierte Meinung darüber zu bilden.

Die Universität ist auch genau der richtige Ort um den Studenten Kompetenzen abseits der wissenschaftlichen Lehre zu vermitteln. Kompetenzen die auch später nützlich sind. Nützlich nicht nur für die Person selbst als persönlichkeitsbildende Maßnahme sondern auch nützlich aus einem ganz pragmatischen Ansatz: Wer beispielsweise durch unzählige Gremiendiskussionen eine gewissen Diskussionskompetenz erworben hat, wird möglicherweise auch eher in der Lage sein, schwierige und festgefahrene Diskussionen zu lösen. Und das kommt den Diskussions-Kritikern dann doch sogar entgegen.

Fazit

Wie auch die Kritiker der Diskussionen sagen würden: “Outcome” ist das wichtigste. Das stimmt auch völlig, wenn man als “Outcome” eben nicht nur das Einzelergebnis mit einberechnet sondern eben auch die Zufriedenheit der Gruppe und die gewonnenen Erfahrungen addiert. Mit dieser Einstellung kommt man übrigens auch viel besser mit solchen Diskussionen klar :)

Über den Autor: Der Autor, Student an der Uni Ulm, ist seit etwas über einem Jahr Mitglied im AStA-Vorstand und der StuVe-Sitzungsleitung und bei diversen Unipartys als Mitorganisator dabei gewesen. Zudem war oder ist er Mitglied in diverse Universitätsgremien, darunter der Senatsausschuss Lehre, der Arbeitskreis Studiengebühren und der Universitätsrat.

Kurz notiert: Plakatierregeln der Uni Ulm

17. Dezember 2009

Aktuell werden die Plakatierregeln der Uni Ulm “verhandelt”. Ich bin der Vertreter der Studenten. Während sich die Verwaltung und die StuVe einig ist, dass niemand Flyer auslegen dürfen soll und auch Einigkeit darüber herrscht, dass man Plakate für nicht an der Uni stattfindende Veranstaltungen über Aufkleber auf 50 Stück limitiert, so herrscht grad der Streit darüber, wo überhaupt plakatiert werden darf. Die StuVe wills so wie es im Moment ist, da die Limitierung auf 50 Stück für Externe das Plakatier-Problem ihrer Meinung nach hinreichend eindämmt. Die Verwaltung wills nur noch an “ausgewiesenen Flächen” haben und will dafür neue Flächen schaffen (an der Realisierung dieses “neue Flächen schaffen” glaube ich aber nicht). Mehr dazu auf der StuVe-Mailingliste und natürlich auf der StuVe Sitzung und teilweise auch in ulm.uni.misc

Änderungspläne für die Rahmenprüfungsordnung

13. Dezember 2009

auf der letzten SenA-Lehre Sitzung der Uni Ulm wurde über die Rahmenprüfungsordnung gesprochen, also dem Dokument, das über den fachspezifischen Prüfungsordnungen steht. Es handelt sich jedoch noch nicht um einen Beschluss sondern lediglich um Meinungsbilder! In der Realisierung kann alles mögliche noch dazwischenfunken! Etwaige Kommentare bis zum 20. Januar kann ich in die StuVe tragen.

Änderungspläne der RahmenPO

  • Es soll möglich sein, beliebige Veranstaltungen der Uni Ulm zu hören, zu prüfen und ins Zeugnis eintragen zu lassen. Diese Zusatzmodule werden allerdings nicht mit der Bachelornote verrechnet. Trotz rechlicher probleme möchte man sogar versuchen, dass man Mastermodule der eigenen Studienrichtung im Bachelor schon als Zusatzmodul machen kann und dann im Master anrechnen lassen kann. Dies ist aber rechtlich kompliziert, etwa wegen den Wiederholungsversuchen, etc.
  • Es wurde lang und breit darüber diskutiert, ob Wiederholungsprüfungen  geschlossen (= nur für Durchfaller der ersten Prüfung und Leute mit Attest für die erste Prüfung) oder offen (= Mitmachbar von allen, die die Prüfungsvoraussetzung des Moduls haben) sein sollen. Nun ist der Plan, dass Prüfungen i.d.R. offen sein sollen.
  • Dazu kommt, dass es keine Zwangsanmeldung zu Wiederholungsprüfungen mehr geben soll
  • Die Prüfungsanmelde- und -abmeldefrist soll von 7 Tagen auf 3 Tage reduziert werden. Allerdings würde diese Regelung dann ziemlich hart verfolgt, man bräuchte also sehr gute Gründe um innerhalb der letzten 3 Tage noch An und Abmeldung zu machen.

Es scheint, als haben die Proteste ein Umdenken bewirkt. Diese Änderungsvorschläge kommen allesamt von Dez II.

Und noch eine weitere Interessante Information für all diejenigen, die zwar gerne ins Ausland gehen würden, aufgrund des engen Bachelors es aber nicht können:

Auslandssemester/-jahr nach Bachelorabschluss

Man kann wohl ab sofort auch am Ende seinen Bachelorstudiums ein Auslandssemester oder -jahr machen. Das bedeutet, man bekommt sein Zeugnis an der Uni Ulm und wird auf Antrag nicht exmatrikuliert wenn man einen Auslandsplatz hat. Man kann also ganz entspannt noch als Student ins Ausland gehen ohne das es noch verpflichtungen im Bachelor gäbe. Ansprechpartner: Studiensekretariat.