In der gestrigen Senatsauschuss-Lehre-Sitzung waren die “Probleme der Studierenden” und die zu erwartenden Probleme im Zuge des doppelten Jahrgangs 2011/2012 ein Thema.
Der von den studentischen Vertretern eingebrachte Tagesordnungspunkt “Probleme der Studierenden” beinhaltete als Hauptthema die relativ schlechten Noten seit der Bachelorumstellung. Maßnahmen wurden erwartungsgemäß keine verabschiedet, doch hat Herr Professor Stadtmüller (Vizepräsident für die Lehre) eindrücklich unterstrichen, dass es nicht sein könne, wenn sich bei Klausuren die Noten nur im Bereich 4.0 und 5.0 tummeln. Er verwies in diesem Thema allerdings auf die (in der Sitzung ebenfalls anwesenden) Studiendekane, die sich dieser Probleme annehmen sollen. Ebenso sind auch die Studiendekane die richtigen ansprechpartner, wenn die Lehre – insbesondere bei Praktika – auf Grund von Kapazizätsproblemen leide.
Ein weiteres interessantes Thema sind die Atteste. Viele Studenten haben sich bisher negativ darüber geäußert, dass die Atteste des Studiensekretariats eine Auflistung der Symptome verlangen, was beim einen oder anderern Arzt wohl bereits zu Problemen geführt hat. In diesem Punkt sieht sich das hierfür zuständige Dezernat allerdings im Recht, da das Gesetzt dies so hergebe und es zudem vom Prüfungsausschuss bestimmt werden müsse ob man Prüfungsunfähig war und das ärztliche Attest hierzu lediglich als Entscheidungsgrundlage herangezogen würde. Als Beispiel wurde genannt, dass man mit Diabetes sehrwohl Krank wäre, allerdings im Allgemeinen nicht Prüfungsunfähig. Positiv war allerdings die Auslegung von “unverzüglich” was die Abgabe der Atteste anbelangt. So ist es entgegen anderslautender Gerüchte nicht notwendig, das Attest am selben Tag vorzulegen. Im Allgemeinen sei ein Zeitraum von drei Tagen (der Prüfungstag inklusive) vorgesehen. Falls es zudem dem Studenten nicht möglich war, das Attest aus Gründen die er nicht zu vertreten hat (eben jene Krankheit oder auch ein anderer Grund) nicht innerhalb dieser Frist vorzulegen, so wird das Attest auch im nachinein akzeptiert, wenn der Student eben jene Gründe nachweisen oder zumindest glaubhaft machen kann.
Jetzt schon, aber insbesondere dann bei der Zusatzbelastung durch den doppelten Jahrgang 2011/2012, werden wir an der Uni mit massiven Platzproblemen zu kämpfen haben. Neben Parkplätzen und Mensa betrifft dies insbesondere die Seminarräume und die Hörsäle an der Uni Ost. Zusätzliche Gebäude seien keines Falls in Aussicht; wir werden mit den bestehenden Kapazitäten auskommen müssen, so der Bericht des Präsidiums. Als Gegenmaßnahmen wird es in Zukunft nicht mehr akzeptiert, wenn Veranstaltungen außerhalb des 2h-Rhythmus (z.B. von 9-11) stattfinden. Wir werden zudem damit rechnen müssen, dass die Abende und die Freitage mehr ausgelastet werden. Ablehnung herrschte in der Sitzung aber durchgehend gegen Samstagsuni – auch wenn Frau Schavan das vielleicht gerne anders hätte. Eine Überlegung wurde seitens des Präsidiums noch geäußert: Man könnte anstelle des 2h-Rhythmus einen 1:45h-Rhythmus einführen (90min Lehre, 15min Pause) und so eine zusätzliche Veranstaltung pro Tag und Raum unterbringen. Dies ist allerdings zum jetzigen Zeitpunkt nur eine Überlegung.

